Fragensammlung )

Wie funktioniert eine Klimaanlage?

  1. Zuerst leitet der Kompressor das gasförmige Kühlmittel zur Kondensationsschlange. Das Kühlmittel befindet sich am Hochdruckausgang des Kompressors, wird erwärmt und in die Kondensationsschlange geleitet.
  2. Wenn das Kühlmittel in die Kondensationsschlange geleitet wird, gibt das unter Hochdruck stehende Gas Wärme ab, weil ein externer Ventilator Luft in die Kondensationsschlange bläst. Das Kühlmittel wird unterkühlt und wird zu einem unter Hochdruck stehenden Kältemittel.
  3. Dann wird das unterkühlte Kältemittel durch eine kleine Öffnung in ein Diffusionsgerät geleitet, was unverzüglich zu einem Druckabfall führt. Das wiederum hat zur Folge, dass die Temperatur des Kältemittels fällt.
  4. Das unter niedrigem Druck stehende Kältemittel wird durch die Kondensationsschlange geleitet und absorbiert dank des Ventilators, der sich im Inneren befindet und Luft in die Kondensationsschlange bläst, die Wärme des Raumes.
    Dank der Wärme, die das Kältemittel aufgenommen hat, kühlt die Luft in der Kondensationsschlange ab. Das Kältemittel beginnt zu kochen und wechselt vom flüssigen in den gasförmigen Zustand. Niedrigdruckflüssigkeit wird zu Niedrigdruckgas, bis das Kältemittel wieder dem Kompressor zugeführt wird.

Wenn die Klimaanlage als Wärmepumpe fungiert, funktioniert der Zyklus genau andersherum. Das bedeutet, dass sich der Kompressor nicht wie im Kühlmodus in die innere Kondensationsschlange entlädt, sondern in die äußere.
Der Richtungswechsel erfolgt durch einen so genannten Vierwegemischer (Wärmepumpe).

Ihre Klimaanlage funktioniert nicht mehr (die Kontrollampe hört nicht auf zu leuchten)

Wenn die Spannungszufuhr zu hoch oder zu niedrig ist, schaltet sich das Sicherheitssystem ein und schaltet die Klimaanlage aus, bis sich die Spannungszufuhr wieder normalisiert hat.

Die Außenanlage gibt Wasser oder Dampf ab

Dies kann manchmal während des Entfrostungsprozesses vorkommen, wenn sich die Klimaanlage im Heizbetrieb befindet.  Es handelt sich um einen ganz normalen Prozess, der Teil der Sicherheitsmaßnahmen des Systems ist.   Während des Entfrostungsprozesses taut das Gerät den Frost ab,  der sich auf der Außenanlage angesammelt hat. Wenn das Eis schmilzt, kann es vorkommen, dass ein Teil der Wassertropfen verdampft. Der gesamte Prozess sollte sich nicht länger als 10 bis 12 Minuten hinziehen.

Das Phänomen kann wiederholt auftreten.

Was verstehen wir unter Allergenen?

Allergene sind Unreinheiten in der Luft, die bei bestimmten Personen allergische Reaktionen auslösen können. In einem städtischen Umfeld können solche Allergene mit anderen Luftunreinheiten, so genannten Helfersubstanzen, zusammenkommen. Hierunter fallen beispielsweise Dieselpartikel (DP), die von Motoren ausgestoßen werden sowie flüchtige organische Verbindungen (VOC), die in Baumaterialien, Kosmetika etc. enthalten sind. Die reinen Allergene werden in Kombination mit den Helfersubstanzen komplexer und gefährlicher. Die schädlichen Auswirkungen dieser Art von Allergenen auf die Gesundheit können stärker sein als die reiner Allergene. Die hervorgerufenen Symptome können verstärkt werden den Ausbruch latenter Allergien bewirken.

Die Klimaanlage springt nicht direkt an, nachdem sie eingeschaltet worden ist

Hierfür kann es zwei Gründe geben:

  1. Der erste Grund hat mit dem Kompressor zu tun. Wenn das Gerät eingeschaltet, ausgeschaltet und erneut eingeschaltet wird, benötigt der Kompressor jeweils Zeit, um sich ein- und auszuschalten. Um keinen Schaden zu nehmen, sollte der Kompressor nie weniger als drei Minuten in Betrieb sein.
  2. Die zweite Erklärung liegt darin begründet, dass der Innenventilator des Geräts, wenn dieses sich im Heizmodus befindet, nicht startet, bevor die innere Kondensationsschlange sich so weit erwärmt hat, dass es keine kalten Luftzüge mehr gibt.

Halten Klimaanlagen ein Gesundheitsrisiko für uns bereit?

Nur eine Klimaanlage, die nicht regelmäßig gewartet wird, hält Gesundheitsrisiken bereit. Ein regelmäßig gewartetes Klimaanlagensystem hingegen ermöglicht es Ihnen, gesunde Luftverhältnisse herzustellen.

Feuchtigkeit
Eine Klimaanlage beugt Schimmel- und Milbenbildung vor, weil sie den Luftfeuchtigkeitsgehalt reguliert. Sie hält den Luftfeuchtigkeitsgehalt zwischen 40 und 60 % und schafft somit vorteilhafte Voraussetzungen für Personen, die unter Allergien leiden.

Lüftung
Manche Klimaanlagen verfügen über integrierte Belüftungssysteme. Bei den Modellen, die heutzutage hergestellt werden, sind mechanische Lüftungssysteme unverzichtbar geworden. Frischluftzufuhr beugt dem Auftreten des Sick-building-Syndroms vor.

Filtration
Alle Klimaanlagen verfügen über einen Filter. Der Filtermodus ist je nach Anlage und Kundenbedarf unterschiedlich gestaltet. Die Wirksamkeit eines Filters kann variieren: er kann sowohl zur Filtration von Staub und Partikeln dienen, als auch von Feinstaub, Pollen, Bakterien, Viren, Gerüchen bis hin zu Mikroben und Rauch.
Es ist sehr wichtig, die Filter zu einem bestimmten Zeitpunkt zu ersetzen. Wenn Sie sie zu spät auswechseln, laufen Sie Gefahr, dass sie gesättigt sind und Bakterien verbreiten, statt sie einzufangen.

Luftzüge
Wenn Sie die richtige Ausstattung auswählen, besteht nicht die Gefahr, dass Sie Luftzüge verspüren. Sie sollten jedoch einen Installateur hinzuziehen, denn diese Arbeit sollte von einem Fachmann ausgeführt werden. Ein Klimaanlagensystem mit zu schwacher Leistung wird nicht die erwünschte Temperatur erreichen. Und die Montage eines Systems mit zu starker Leistung verursacht Luftzüge und Temperaturschwankungen.

Welche Faktoren sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden?

Wir haben im Laufe der Zeit versucht, den Komfort, den uns unsere Umgebung bietet, zu optimieren. In kalten Regionen haben wir versucht, unsere Unterkünfte zu beheizen und in den wärmeren Regionen haben wir versucht, eine Kühlung herbeizuführen, weil wir bei zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen nicht in der Lage sind, zu arbeiten, oder uns zu entspannen. Um eine Temperatur herbeizuführen, bei der wir uns wohlfühlen, müssen wir drei Faktoren berücksichtigen:

  • Den menschlichen Faktor
    die Kleidung, die wir tragen, unser Aktivitätsgrad und die Zeit, die wir in ein und derselben Position verbringen
  • Den betreffenden Raum
    die Strahlungs- und Umgebungstemperatur
  • Die Luft
    ihre Temperatur, Geschwindigkeit und ihren Feuchtigkeitsgehalt

Hierbei ist der menschliche Faktor am unberechenbarsten.

Die anderen Faktoren jedoch können so beeinflusst werden, dass wir die Wohlfühlatmosphere herbeiführen können, die wir uns so wünschen.
Bei der Konzeption müssen neue Parameter wie beispielsweise Veränderungen im Konstruktionsbereich, veränderte Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsgrade berücksichtigt werden.
Moderne Gebäude erzeugen beispielsweise viel mehr Wärme als ihre Vorgänger vor – sagen wir – 50 Jahren. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

  • Die Sonneneinstrahlung
    Les progrès accomplis dans le domaine des technologies de la construction ont entraîné une augmentation de l’utilisation du verre, et même avec un vitrage de protection solaire, l’impact des rayons du soleil reste considérable.
  • Die Nutzer
    Immer mehr Büros werden von einer wachsenden Zahl von Personen gemeinsam benutzt. Jede dieser Personen produziert mindestens 120 W/h Wärme.
  • Elektrische Geräte
    Auch Computer, Drucker und Kopierer, die heutzutage ein unverzichtbarer Bestandteil jedes Büros sind, produzieren eine nicht unerhebliche Menge an Wärme.
  • Die Beleuchtung
    Viele moderne Geschäfte könnten einzig und allein durch die Wärme beheizt werden, die ihre Beleuchtungsanlagen abgeben – oftmals zwischen 15 und 25 W/m².
  • Die Lüftung
    Wenn Außenluft in ein Gebäude eingelassen wird, tritt auch die Temperatur ein, die außen herrscht – was problematisch sein kann, wenn draußen Temperaturverhältnisse von 30°C herrschen.

Was versteht man unter Wärmeübertragung?

Wärme wird von einer wärmeren an eine kältere Substanz übertragen. Tatsächlich handelt es sich um einen Energieaustausch zwischen Molekülen, die sich schnell bewegen und Molekülen, die sich langsamer bewegen. Auf diese Weise werden die schnelleren Moleküle langsamer und die langsameren Moleküle beschleunigen sich. Einfacher gesagt, bedeutet dies, dass bei warmer Außentemperatur die Wärme versucht, in die kühleren Innenräume „einzuströmen“.

Wärme kann auf drei Arten von einem Körper auf einen anderen übertragen werden:

Strahlung

Über einen beweglichen Wellenleiter (entspricht einem Lichtwellenleiter), der die Energie von einem Körper auf einen anderen überträgt, ohne dass interveniert werden muss.

Leitung

Durch den Wärmefluss zwischen Teilen einer Substanz oder zwischen einer Substanz und einer anderen durch direkten Kontakt.

Konvektion

Übertragung über ein Fluid oder über die Luft.

Kühle Luftzüge

Kühle Luftzüge werden manchmal mit Klimaanlagen in Verbindung gebracht und tatsächlich kann ein schlecht konzipiertes System diese verursachen. Daher ist es wichtig, bereits in der Konzeptionsphase die Konsequenzen zu berücksichtigen, die sich möglicherweise für das Fachpersonal durch die Wahl des Standortes eines Klimaanlagensystems und der Funktionsweise des Luftverteilers ergeben, zu berücksichtigen.

Auch die Deckenhöhe ist relevant. Hersteller von Klimaanlagensystemen sehen in der Regel eine Deckenhöhe von 2.70 bis 3.50 Metern für ein Direktverteilungssystem vor. Auf diese Weise kann sich die kalte Luft, die in dieser Höhe eine Temperatur von etwa 16 °C aufweist, mit der wärmeren Zimmerluft vermischen, bevor sie die Personen erreicht, die sich in dem jeweiligen Zimmer befinden. So werden kalte Luftzüge vermieden.
Dessen ungeachtet ist es möglich, ein qualitativ hochwertiges Klimaanlagensystem in Systeme einzubauen, die diesen Bestimmungen nicht entsprechen, um einen Ausgleich herbeizuführen.

Der Standort der Anlage sowie die Deckenhöhe und -form beeinflussen folglich maßgeblich die Tatsache, ob Luftzüge zu verspüren sind, oder nicht. Zur Erklärung geben wir Ihnen nachfolgend einen Einblick in die Eigenschaften kalter Luft. Kalte Luft hat tendenziell die Eigenschaft, zunächst eine Weile an der Decke „kleben zu bleiben“, bevor sie herabsinkt. Dieses Phänomen ist unter dem Begriff „Coandă-Effekt“ bekannt. Dadurch können sich die kalte Luft und die Umgebungsluft vermischen, bevor sie im Raum wieder nach unten sinken.

Leider können Hindernisse wie beispielsweise ein Deckenbalken die Luftzirkulation unterbrechen. In solchen Fällen prallt die Luft zunächst gegen den Deckenbalken und sinkt dann unverzüglich nach unten, was für die Person, die sich gerade an dieser Stelle befindet, sehr unangenehm sein kann.

Was ist der Unterschied zwischen fühlbarer und latenter Wärme?

Im Klimaaanlagenbereich sind zwei Wärmeformen von Bedeutung:

  • die fühlbare Wärme
  • die latente Wärme

Die fühlbare Wärme
Wenn sich ein Objekt erwärmt, steigt seine Temperatur in dem Maße, in dem Wärme zugeführt wird. Diese Wärmeerhöhung wird als fühlbare Wärme bezeichnet. Die Wärme, die abgeführt wird, wenn ein Objekt erkaltet und seine Temperatur sinkt, wird ebenfalls fühlbare Wärme genannt. Fühlbare Wärme bezeichnet die Wärme, die sich in einer Änderung der Temperatur äußert.

Die latente Wärme

Jede natürliche Substanz kann von einem Zustand in einen anderen Zustand übergehen. Feste Stoffe können flüssig werden (Eis wird zu Wasser), flüssige Stoffe können in den gasförmigen Zustand übergehen (Luft wird zu Dampf) – aber um diese Veränderungen herbeizuführen, muss Wärme zu- oder abgeführt werden. Die Wärme, die diese Veränderungen herbeiführt, wird als latente Wärme bezeichnet.

Die latente Wärme wirkt sich jedoch nicht auf die Temperatur einer Substanz aus – Wasser hat beispielsweise unverändert eine Temperatur von 100°C, wenn es kocht. Die Wärme, die zugeführt wird, damit das Wasser weiterhin kocht, wird latente Wärme genannt. Latente Wärme bezeichnet also die Wärme, die eine Zustandsveränderung, jedoch keine Temperaturveränderung herbeiführt.

Es ist wichtig, sich diesen Unterschied bewusst zu machen, um zu verstehen, warum in Kühlsystemen ein Kältemittel eingesetzt wird. Dies erklärt zudem, warum die Begriffe „Gesamtleistung“ (fühlbare und latente Wärme) und „fühlbare Leistung“ verwendet werden, um die Kühlleistung eines Gerätes zu beschreiben. Während des Kühlungszyklus bildet sich Kondensat im Gerät, weil fühlbare Wärme abgesaugt wird. Die fühlbare Leistung ist die Leistung, die benötigt wird, um die Temperatur zu senken und die latente Leistung ist die Leistung, die benötigt wird, um Feuchtigkeit aus der Luft zu absorbieren.

Wofür stehen die Bezeichnungen COP und EER?

Die Bezeichnungen COP (Leistungskoeffizient) und EER (Energiewirkungsgrad) geben Auskunft über die Wärme- und Kühlleistung von Klimaanlagensystemen. Sie beschreiben den Kühl- und Wärmekoeffizienten einer Anlage in Abhängigkeit von der Energiemenge, die diese im Betriebszustand benötigt. Eine Klimaanlage, die bei einem Energieverbrauch von 1 kW 5 kW Wärme generiert, hat einen COP von 5.0 Eine Klimaanlage, die bei einem Energieverbrauch von 1 kW 5 kW Kälte generiert, hat einen EER von ebenfalls 5.0 Umso höher COP und EER, desto energieeffizienter das Gerät.

Die Innenanlage sondert Schwitzwasser ab

Das Gerät läuft mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit im Kühlbetrieb, während es draußen kalt ist.

Dieses Phänomen kann ab und zu auftreten, da das Gerät die Luft abkühlt und es dabei vorkommen kann, dass Schwitzwasser abgesondert wird. Stellen Sie sicher, dass die Filter der Innenanlage gereinigt sind, da das Phänomen bei sauberen Filtern in der Regel seltener auftritt.